Wie in den vergangenen Jahren öffnen Menschen der K12 die Pforte zugunsten bunten Treibens und entspannter Gespräche über Kunst, Gelesenes und Musik.
TäterInnen der Tage sind Käthe Wenzel, Patricio Troncoso- Reinbach, Gregor Philipps, Karen Koltermann, Reinhold Gottwald, André Werner, Jenny Löbert, Ralph Bageritz, Iris Jahnke, Alex Gheorghiu, Max Hartmann & Freunde, Sabine Balzer, Mirco Grave, Holger Mayer, Chilian Blaksant, Kai Pohl, Rotraut Pohl, Friedrich Rünger, Jason Liebert & Freunde, Emily Philipps, Jannis Poptrandov, Nele Probst, Pippifax Seifenblasen, Dorit Trebeljahr, Anton Schwarzbach, Agustín Garcia, Klaus Dobler, Julia Murakami, Nina Langbehn, Wiebke Dürholt, Iepe „The joker“ Rubingh, Chris Hartschuh, Paula Bogati, Isabel Korallus, Olivia Pils, Paula Fregin, Joachim Seinfeld, Annika Putz, Claus Chierici, Ingo Stahl-Blood, Björn Engel, Sabine Neddermeyer, Matylda Hartwich, Lean Hamza, Lieselotte Kubitza, Stefan Dietzelt, Angj Ilura, Christoph Voy, Yukihiro Ikutani, Ole Reinhardt, Rainer Görß, Oresti Voukalis, Jürgen Freitag, Joachim Dahms, Kalle Hochnebel, Diamondra Andrianasolo, Theresa Zschäbitz, Peggy Sylopp, Ute Haarkötter, Zander Jabs u.a.
Als vor circa einundeinhalb Jahrzehnten der zuletzt noch durch unsere Tordurchfahrt frei zugängliche Hirschhof final aus dem Gedächtnis der Behörden geklagt und in Hauseigentum zugehörige Privatparzellen unterteilt wurde, umgab die K12 dank der damaligen Hausbesitzerin zunächst einige Jahre Schlaf in der Mietsache sicherer Ruh, gefolgt von einer rasanten Fahrt, schlussendlich als Teil der Selbstbaugenossenschaft, durch das Berliner Wohnungspolitikspektakel.
Zwischen Nichtmehr und Nochnicht feiern wir mit Euch zurück-sinnen_er-denken und lassen uns gemeinsam nochmals den Wind der Erinnerung um die Nase wehen im kostbaren Jetzt. Die Ausstellenden, Lesenden und Musizierenden, zumeist innigst mit der Stadtgeschichte verwoben, begehen diesen Zustand mit Leichtigkeit. Einige von Ihnen haben Jahrzehnte für Sichtbarkeit vieler künstlerischen Positionen gewirkt und kommen nun in dem Ansinnen selbst zu zeigen.
Gern gesehen sind Spenden für Speisen und Getränke zur Unterstützung der Sturmopfer in Madagaskar durch unseren Partnervereins MSD e.V.
Die K12 ist ein kinderkunstfreundlicher Ort, die Räume teilweise barrierearm.
Was soll das im Kontext? Hier das Statement der artsping Veranstaltenden, Ateliergemeinschaft Milchhof e. V.
artspring berlin arbeitet in Übergängen. Von der Idee zur Ausstellung, von einem Ort zum nächsten, von einer künstlerischen Praxis zu einer anderen. Nicht als begleitendes Motiv, sondern als konkrete Arbeitsweise. Projekte entstehen dort, wo Fragen nach Identität, urbaner Entwicklung und kultureller Teilhabe in den öffentlichen Raum der Stadt getragen werden.
Der Berliner Stadtraum wird dabei nicht nur genutzt, sondern ernst genommen. Er ist kein Hintergrund, sondern Handlungsebene. Wände, Plätze, Ateliers und Hinterhöfe werden zu aktiven Protagonisten. Sie erzählen Geschichten, setzen Widerstände, eröffnen Möglichkeiten. Die Berliner Kunst- und Kulturszene steht angesichts sozialer, politischer und wirtschaftlicher Umbrüche vor der Aufgabe, Räume neu auszuhandeln: wer sie nutzt, wer sichtbar wird und unter welchen Bedingungen Teilhabe möglich ist. artspring berlin antwortet darauf mit offenen Formaten, die Teilhabe ermöglichen, lokale Netzwerke stärken und neue Sichtweisen in die öffentliche Debatte tragen. Dabei geht es nicht um Repräsentation, sondern um Beteiligung. Nicht um Abbildung, sondern um Mitgestaltung.
Weiterhin sind uns kollaborative Ansätze wichtig, deren Wirkung nicht nur ästhetisch, sondern auch sozial wirksam ist. Die Erfahrungen der letzten zehn Jahre zeigen, dass Kunst dort Wirkung entfaltet, wo sie nicht isoliert bleibt. Als verbindendes Element im Stadtraum, als Impuls, der Prozesse in Bewegung setzt. In dieser Arbeitsweise zeigt sich Selbstwirksamkeit und die Erfahrung, gemeinsam etwas bewegen zu können. Improvisation war dabei nie Ausnahme, sondern immer Teil der Praxis. Dranbleiben bedeutete nicht, an Plänen festzuhalten, sondern auf Veränderungen zu reagieren und einen neuen Weg einzuschlagen.
10 Jahre artspring – kein Ruder war nicht dran – lädt ein zu einem Festival voller Ausstellungen, offenen Ateliers, Kino Literatur Radio. Und einem Blick nach vorn. Der See wird weiter überquert, Stück für Stück. Und wer weiß, vielleicht liegt dort am Horizont doch noch ein Ufer, das man zusammen zu entdecken vermag.
Zitat: https://www.artspring.berlin/10-jahre-artspring-kein-ruder-war-nicht-dran/ Abgerufen 15.03.2026
zurücksinnen – erdenken
Leben wir immer im jetzt oder ist schon gleich? Wissen können wir immer nur vorhin und das gestern, aber denken tun wir immer nachher und morgen, mit dem gestern-gepäck.
Wo leben wir eigentlich oder sind wir alle zeiten in einem?
Der körper ist immer im gestern und im jetzt- nie im morgen. Der geist hätte alle optionen, so er das gestern vergessen und nicht über das morgen grübelt müsste. Das jetzt bleibt ihm deshalb aber meistens verschlossen, im trubel der gedanken.
„Früher war alles besser“ und „morgen wird alles schlimm“ sind gängige figuren unserer und wahrscheinlich aller zeiten. Lustig nur das „morgen“ und „gestern“ jeden tag anders sind. Also die divergenz der wahrnehmung sich bezogen auf die zeit verschiebt und so, auf eine art, immer wahr bleibt und gleichzeitig falsch. Wie schön.
Ändert sich das bezugsystem- von den eltern zu den enkeln, zum beispiel- bleibt die wahrnehmung aber trotzdem immer gleich. Also, wenn die zeit egal wäre- unsere grosseltern schon die gleichen fragestellungen gehabt haben. Positiv und negativ gleichzeitig. Genial!
Das unbekannte jetzt schwimmt- zeitlos- aber unbeobachtet immer mit.
Zurück sinnen – er denken– ist ein versuch die zeit an zuhalten, zurück zuspulen und vor zudenken- alles zum gleichen zeitpunkt- einmal NICHT zu tun- im jetzt sein. Willkommen.



